
Johann Wadephul (CDU), Bundesaussenminister, aufgenommen im Rahmen der Unterzeichnung der Erklaerung zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Niue in Auckland, Neuseeland – Image: Fotografiert im Auftrag des Auswaertigen Amtes/Photothek Media Lab
Der deutsche Außenminister Dr. Johann Wadephul und der Premierminister des Inselstaats Niue, Dalton Tagelagi, haben während einer Besuchsreise im Indopazifik offiziell diplomatische Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Niue aufgenommen.
Die neuen diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Niue wurden dabei mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung im neuseel”ndischen Auckland offiziell besiegelt und markieren einen wichtigen Schritt zur weiteren Vernetzung Deutschlands in Ozeanien.
Mit diesem Schritt stärkt Deutschland sein Engagement im Indopazifik und eröffnet neue Möglichkeiten für regionale Zusammenarbeit. Niue ist ein kleines selbstverwaltetes Inselgebiet im Südpazifik und steht vor großen Herausforderungen durch den Klimawandel — ein Thema, das beide Seiten als gemeinsame Priorität betonten.
Der deutsche Außenminister besucht diese Woche mit Singapur, Neuseeland, Tonga, Australien und Brunei fünf Partnerländer in der Indopazifik-Region.
Der Indopazifik zählt zu den dynamischsten Regionen der Welt und gewinnt für Deutschland und Europa weiter an Bedeutung. Außenminister Wadephul reist erneut in die Region, um bestehende Partnerschaften zu vertiefen und neue Impulse für Zusammenarbeit zu setzen – von Handel und Technologie bis hin zu Fragen internationaler Ordnung und Sicherheit.
In Gesprächen zu Außen-, Sicherheits- und Wirtschaftspolitik geht es darum, Deutschlands Kooperation mit der Region weiter zu stärken und gemeinsame Antworten auf globale Herausforderungen zu entwickeln.
“Wir leben in einer Zeit, in der alte Gewissheiten bröckeln, auf denen unser Wohlstand und unsere Sicherheit Jahrzehnte ruhten. In einer Zeit, in der das Recht des Stärkeren die Stärke des Rechts zu ersetzen droht”, so Wadephul.
“Genau jetzt müssen wir unser weltweites Netz robuster Partnerschaften entlang unserer Kerninteressen ausbauen. Wir wollen bestehende Partnerschaften festigen und neue schmieden”

Auf seiner Indopazifikreise traf Außenminister Wadephul in Auckland auf dem Premierminister von Neuseeland, Christopher Luxon – Image: Photothek Media Lab
Für Multilateralismus und internationale Regeln
Die Reise des deutschen Aussenministers findet vor dem Hintergrund tiefgreifender internationaler Veränderungen statt. Globale Machtverschiebungen, wirtschaftliche Konkurrenz und wachsende Spannungen stellen die regelbasierte internationale Ordnung zunehmend auf die Probe.
Mit allen fünf Ländern verbindet Deutschland das Interesse, multilaterale Strukturen zu stärken und eine stabile internationale Ordnung zu verteidigen.
Pazifikraum: enge Partner und neue Verbindungen
Mit Australien und Neuseeland besuchte Wadephul zwei enge Freunde und Wertepartner Deutschlands. Beide Länder sind wichtige politische und wirtschaftliche Akteure im Pazifikraum und spielen eine zentrale Rolle in der regionalen Sicherheitsarchitektur. Vor Ort standen Gespräche mit Regierungsmitgliedern und der Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft auf dem Programm.
Tonga und der Blick auf die Inselstaaten
Ein besonderer Akzent der Reise liegt auch auf den Beziehungen zu den Pazifikstaaten. In Tonga beging Außenminister Wadephul gleich zwei Meilensteine: 150 Jahre Freundschaftsvertrag und 50 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und dem Königreich Tonga.
Deutschland will sein Engagement in der Pazifikregion weiter ausbauen – unter anderem durch eine angestrebte strategische Partnerschaft mit dem Pacific Islands Forum. Mit Beiträgen zum Klimafonds der Regionalorganisation unterstützt Deutschland zudem Maßnahmen zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Region gegenüber den Folgen des Klimawandels.
NAN/BRD (Auswärtiges Amt), 5-2-26
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