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Australien: Die Top 7 Nationalparks für Abenteurer und Entdecker

Sternenklare Nächte, spannende Weitwanderwege, Berge und Seen – in den vielen australischen Nationalparks warten zahlreiche Abenteuer – © Laszlo Bilki/Tourism Australia/Jason Charles Hill

Australien hat gleich mehrere hundert Nationalparks, die sich über den gesamten Kontinent verteilen. 20 von ihnen gehören zum UNESCO-Welterbe – vier Parks stehen sogar sowohl auf der Natur- als auch Kulturerbe-Liste. NN präsentiert die TOP 7 der einzigartigsten Nationalparks in Australien für Abenteurer, Entdecker und Down Under-Fans:

Von Schluchten mit spektakulären Wasserfällen bis hin zur unendlichen Weite des Outbacks. Von weitläufigen Regenwäldern mit uralten Bäumen bis hin zu kilometerlangen Stränden und Sandlandschaften. Jeder Nationalpark Down Under hat seinen ganz eigenen Charme.

Exklusive Naturwunder in Australien: Die beeindruckenden Red Tingle-Bäume findet man nur in der Region rund um den Walpole-Nornalup Nationalpark – © Tourism Australia

#1 Walpole-Nornalup Nationalpark: Die höchsten Eukalyptus-Bäume der Welt (Westaustralien)

Die Walpole Wilderness erstreckt sich direkt an der Südwestküste Australiens und umfasst gleich sieben Nationalparks und Schutzgebiete. Dieses einzigartige Naturparadies, 530 Kilometer südlich von Perth/Boorloo, ist berühmt für seine ausgedehnten Eukalyptuswälder. Hier wachsen die letzten großen Bestände der riesigen Jarrah-, Karri- und Red-Tingle-Bäume. Die Wälder gehen direkt in die Küste über, wo stille Buchten zum Baden einladen.

Die beeindruckendsten Exemplare der bis zu 60 Meter hohen und bis zu 20 Meter breiten Red Tingle-Bäume kann man auf dem 600 Meter langen „Valley of the Giants Tree Top Walk“, einem der ersten Baumwipfelpfade der Welt, erleben. In 40 Metern Höhe spaziert man über eine filigrane Hängebrücke durch die Kronen der höchsten Eukalyptusbäume der Erde hindurch. Nichts für schwache Nerven, aber unvergesslich!

Red Tingle-Bäume im Walpole-Nornalup Nationalpark – © Tourism Australia

#2 Kakadu Nationalpark: Der artenreichste und größte Nationalpark Australiens (Northern Territory)

Der Kakadu Nationalpark, rund zwei Autostunden östlich von Darwin/Gulumerrdgen, ist der größte Nationalpark Down Under. Bei der UNESCO ist er sowohl als Weltnatur- als auch als Weltkulturerbe gelistet. Neben bis zu 20.000 Jahre alten Felsmalereien bietet der Nationalpark eine unglaubliche Biodiversität mit über 280 Vogelarten, 117 Reptilienarten und einer Vielzahl anderer Tier- und Pflanzenarten. Nicht umsonst gilt er als der artenreichste Nationalpark des Kontinents.

Nicht nur der Artenreichtum ist beeindruckend, der Kakadu Nationalpark überzeugt auch mit seinen wunderschönen Landschaften – © Tourism Australia

Bei einem Yellow Water Cruise in der Abenddämmerung folgt man mit dem Boot den Billabongs, die sich durch die majestätischen Landschaften des Nationalparks schlängeln. Während sich der Himmel langsam pastellfarben verfärbt, genießt man in aller Ruhe die Aussicht auf die Flusslandschaft und Tiere, wie Krokodile, Wasserbüffel, Seeadler und andere Vögel, in ihrem natürlichen Lebensraum.

#3 Daintree Nationalpark: Der älteste tropische Regenwald der Welt (Queensland)

Etwa 2,5 Stunden nördlich von Cairns/Gimuy liegt der Daintree Nationalpark. In ihm befindet sich der Daintree Rainforest, der mit 180 Millionen Jahren älteste tropische Regenwald der Welt. Mit den Wet Tropics zählt er zum UNESCO-Weltnaturerbe. Der 1.200 Quadratkilometer große Dschungel mit seinem smaragdgrünen Blätterdach ist malerisch schön und bietet einer Vielfalt von Tieren ein Zuhause, die ausschließlich hier zu finden sind: Neben dem Riesenbeutelmarder und dem Lumholtz Baumkänguru beeindruckt vor allem der seltene Kasuar, ein flugunfähiger Vogel, mit seinem prähistorischen Aussehen.

Die Silky Oaks Lodge am Mossman River, nahe des Mossman Gorge, bietet direkten Zugang zum Daintree Rainforest – © Silky Oaks Lodge

Apropos Vielfalt: Im dichten Grün des Daintree können Besucher per Boot Salzwasserkrokodile beobachten, die lokale Kultur der Aborigines bei einem Dreamtime Walk erkunden, beim River Drift Snorkeling über den Mossmann River durch den Regenwald floaten und den atemberaubende Mossman Gorge erleben, wo klares Wasser über massive Felsbrocken fließt.

#4 Mungo Nationalpark: Eine der bedeutendsten archäologischen Stätten der Welt (New South Wales)

Dieser Nationalpark gehört zwar zum UNESCO-Welterbe, ist aber trotzdem noch recht unbekannt. Dabei gibt es nicht viele Landschaften auf der Erde, die so eindrucksvoll sind wie der Mungo Nationalpark. 700 Kilometer westlich von Sydney/Warrane wirkt hier die Umgebung wie eine Marslandschaft. Geprägt wird die Region von 17 ausgetrockneten Seen und Flussbetten, die zerklüftete Felsen und zahlreiche Sanddünen zurückließen.

Kaum eine Landschaft beeindruckt so sehr wie der Mungo National Park, mit seinen mondähnlichen, ausgetrockneten Seen und Sanddünen – © Tourism Australia

Die Hauptattraktion des Gebietes und Namensgeber des Nationalparks ist der ausgetrocknete Lake Mungo. Hier wurden die Überreste der Mungo Lady und des Mungo Man (circa 40.000 Jahre alt) gefunden. Mit einem Aboriginal Guide lässt sich die indigene Geschichte des Ortes bei einer Aboriginal Discovery Tour am besten erkunden. Ein unvergessliches Erlebnis ist eine Nacht unter dem Sternenhimmel. Im Main Camp können Reisende ihre Zelte aufschlagen sowie Camper oder Wohnwagen parken.

#5 Grampians Nationalpark: Berge, Wein und Kunst (Victoria)

Über dem Weideland an der Südküste von Australien erhebt sich die majestätische Bergkette der Grampians/Geriwerd. Für die Aboriginal People, die traditionellen Eigentümer des Landes, ist die Bergkette ein heiliger Ort. Das Brambuk Cultural Centre bietet Besuchern die Möglichkeit, mehr über die reiche Aboriginal-Kultur der Region zu erfahren. Landschaftlich lockt der Nationalpark nicht nur mit schillernden Wasserfällen und atemberaubenden Ausblicken über die weitläufige Berglandschaft, sondern beheimatet auch eine florierende Weinregion.

Der mehrstufige Mackenzie Fall ist ein absolutes Highlight im Grampians National Park und eine der Top Sehenswürdigkeiten in Australien – © Tourism Australia/Time Out Australia

Einige der besten Panorama-Aussichten des Landes bietet der Grampians Peaks Trail. Abenteurer wandern die insgesamt 160 Kilometer innerhalb von 13 Tagen am Stück – es ist aber auch möglich, kleinere Etappen zu machen. Zu zahlreichen weiteren Highlight-Wanderungen zählen der beliebte Pinnacle Walk oder der MacKenzie Falls Walk. In den Grampians startet zudem der 200 Kilometer lange Silo Art Trail, auf dem Reisende die Werke von international anerkannten Straßenkünstlern auf großen Getreide-Speichern sehen können.

#6 Murray River Nationalpark: Schifffahren und Sterne beobachten (Südaustralien)

Das Herz dieses Nationalparks ist der gewaltige Murray River. Er ist über 2.500 Kilometer lang und bietet Reisenden ein unvergessliches Abenteuer. Der zweitgrößte Fluss Australiens fließt seit rund 130 Millionen Jahren von seinem Ursprung in New South Wales über Victoria bis nach Südaustralien und ist eng mit der Aboriginal-Geschichte und -Kultur verwoben. Über abwechslungsreiche Landschaften aus ockerfarbenen Felsen, üppigen Feuchtgebieten und Auenwäldern mündet er in einer Seenlandschaft in der Nähe von Adelaide in den südlichen Ozean. Die Willandra-Seenregion, zu der auch der Murray River gehört, ist UNESCO-Kultur- und -Naturwelterbe.

Der Murray River gilt als Paradies für Wanderer mit seinen abwechslungsreichen Pfaden, beeindruckenden Ausblicken und der spannenden Tierwelt – © Tourism Australia

Besonders gut lässt sich die Region per Boot erkunden. Auf einer dreitägigen Murray River Safari erwartet Reisende ein abwechslungsreiches Programm aus verschiedenen Erlebnissen auf und am Fluss. Ein absolutes Muss bei diesem Nationalpark-Besuch ist die Wanderung zum Aussichtspunkt Big Bend mit einem herrlichen Blick über die Landschaft flussabwärts.

Spektakulär ist diese Wanderung übrigens auch bei Nacht – dann fällt die Entscheidung schwer, ob man zuerst die nachtaktiven Tiere oder die Milchstraße am Nachthimmel bestaunt. Mit Australiens einzigem Dark Sky Reserve – also eine Gegend, in der es kein künstliches Licht gibt – zählt der Murray River offiziell zu den besten Sternenbeobachtungsorten der Welt.

#7 Cradle Mountain-Lake St. Clair Nationalpark: Abenteuer in der Wildnis (Tasmanien)

Einzigartige Begegnungen mit dem Tasmanischen Teufel haben Besucher in der Aufzuchtstation Devils@Cradle, mitten im Cradle Mountain-Lake St. Clair Nationalpark – © Jason Charles Hill/Rob Burnett

Der Cradle Mountain-Lake St. Clair Nationalpark ist eines der letzten großen Wildnisgebiete der Erde. Die Tasmanische Wildnis, zu der auch der Nationalpark gehört, ist ebenfalls sowohl als Natur- als auch Kulturwelterbe gelistet. Geprägt wird die Landschaft von dramatisch gezackten Gipfeln, von Gletschern geformten Seen, weitläufigen Wiesenlandschaften und uraltem Regenwald. Das Wahrzeichen der Region im Westen Tasmaniens ist der Cradle Mountain.

Tasmanien: Krater-See im Cradle-Mountain – @Jason-Charles

An den Flanken des 1.545 Meter hohen Berges stürzen eisige Bäche hinab und uralte Kiefern spiegeln sich in den Gletscherseen. Kein Wunder, dass sich auch das Wappentier Tasmaniens, der Tasmanische Teufel, hier zuhause fühlt. Um sein Wohlergehen kümmert sich die Schutz- und Aufzuchtstation Devils@Cradle. In dem Naturschutzzentrum haben Besucher sowohl tagsüber als auch nachts die Möglichkeit, die scheuen Tiere zu beobachten. Am südlichen Ende des Nationalparks liegt still und dunkel der Lake St. Clair, Australiens tiefster Süßwassersee und zugleich letzte Etappe des berühmten Overland Tracks. (NN/TA -08-24)

Australiens Nationalparks bieten Wildnis pur für Abenteurer und Entdecker – © Tourism Australia

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